Ein kurzer Blick in die Geschichte der Hüft- und Knieendoprothetik, Teil 1

Mittels unseres Weblog möchten wir Ihnen, lieber Leser, auch etwas über den aktuellen Stand der Wissenschaft vermitteln, ohne dabei zu sehr in die Tiefe zu gehen. In diesem Blog-Artikel widmen wir uns in kurzer Form der Geschichte der Hüft- und Knieendoprothetik. Laut Wikipedia.de versteht man unter dem Begriff „Endoprothetik“ ein Implantat, das ständig im Körper bleibt und das verletzte Gelenk ganz oder partiell ersetzt. Der Begriff stammt aus dem Griechischen, „endo“ heißt wörtlich übersetzt „innen“.

Die Hüft-und Knieendoprothetik ist seit ein paar Jahrzehnten ein wesentlicher Bestandteil der Gelenkchirurgie. Ziel dieser Methode ist es, Gelenke, die durch eine Verletzung oder eine Überbelastung geschädigt sind, mit künstlichem Ersatz prothetisch zu versorgen. Dazu zählen beispielsweise die Hüfte oder das Knie. Eine kurze Definition von Hüft- und Knieendoprothetik finden Sie unter diesem Link.

Die Entwicklung der Gelenksprothesen beginnt Ende des 19. Jahrhunderts. Damals wurde sogar mit Elfenbein gearbeitet. 1890 setzte ein gewisser Themistokles Gluck erstmals die Idee um, einen Patienten – er war der Vorreiter der Gelenkchirurgie –  mit einem alloplastischen Gelenkersatz aus Elfenbein zu behandeln. Damals wurde die Verankerung des Implantats im Hüftknochen mit Schrauben sowie einem Gemisch aus Kolophonium, Bimsstein und Gips erstellt. Weitere Infos finden Sie dazu auf der Webseite des Klinikums Friedrichshafen unter diesem Link.

Bis es zur ersten erfolgreichen Implantation einer Prothese an einem Kniegelenk kam, dauerte es allerdings bis ins Jahr 1951. In den siebziger Jahren kamen vor allem achsgekoppelte Knieendoprothesen, sogenannte Scharnierendoprothesen, zum Einsatz. Wieder ein Jahrzehnt war vergangen, bis man die ersten Oberflächenersatz-Implantate für Kniegelenke präsentierte. Im weiteren Verlauf nutzte man das immer größere Wissen um die Kinematik des Kniegelenks für weitere Varianten. Weitere Infos finden Sie dazu auf der Webseite der Universitätsbibliothek Halle unter diesem Link.

Im Schnitt werden etwa 200.000 Hüftoperationen pro Jahr laut einer Pressemitteilung des Vinzenkrankenhauses Hannover (Februar 2016) in Deutschland durchgeführt. Elfenbein, Vitallium, Plexiglas oder Keramik – das waren bzw. sind die Baustoffe, die man für Implantate im Laufe der Zeit verwendete. Heute weiß man, dass die komplette Endoprothese – bestehend aus einer Polyethylen -Metall- oder Polyethylen-Keramik- Gleitpaarung – derzeit eine besonders gute Lösung ist. Mehr Infos unter diesem Link.

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