Karl Kapp. Foto: modiCAS GmbH
Karl Kapp. Foto: modiCAS GmbH

Karl Kapp: Von Leidenschaft und Meilensteinen

Karl Kapp ist seit 1998 Geschäftsführer bei der 4 Plus GmbH und seit 2010 bei der modiCAS GmbH. In Teil 1 unseres Interviews gibt er einen Einblick in die Anfänge von modiCAS. Er erklärt, was er sich für die nächsten Jahre vorgenommen hat – und wie er am liebsten mit seinen Mitarbeitern kommuniziert.

Frage: Herr Kapp, seit 2010 gibt es modiCAS. Wie kam es zur Idee, eine Tochtergesellschaft von 4 Plus zu gründen?

Karl Kapp: Wir sind mit 4 Plus ja schon seit vielen Jahren im Dienstleistungsbereich unterwegs. Uns war es aber auch schon immer wichtig, dass wir unsere eigenen Produkte entwickeln. Auf diese Weise möchten wir eine eigene Firmenidentität herausstellen.

2010 gab es eine Förderinitiative. Damals sind wir zufällig auf die Universität Siegen (ZEntrum für SensorSysteme, ZESS) gestoßen, die in den Bereichen Endoprothetik und Robotik schon lange Zeit tätig war. Daraus hat sich eine enge und bis heute andauernde Kooperation ergeben. Wir bei modiCAS profitieren von der universitären Grundlagenforschung. Dem ZESS hingegen ist es wichtig, dass es nicht nur bei der Forschung bleibt, sondern die Ergebnisse auch in einem Produkt Anwendung finden. Das ist unsere Kernkompetenz. Bislang haben wir gemeinsam drei durch verschiedene Bundesmittel finanzierte Förderprojekte erfolgreich durchgeführt.

Frage: 4 Plus stellt für modiCAS Personal und sonstige Ressourcen zur Verfügung….

Karl Kapp: Ja. Das ist ganz wichtig. 4 Plus beschäftigt derzeit 53 Mitarbeiter. So können wir jederzeit schnell Herausforderungen stemmen. Um das betriebswirtschaftliche Risiko zu minimieren, haben wir 2010 die Tochtergesellschaft gegründet. Wir hätten die 4 Plus GmbH auch alleine fortlaufen lassen können, haben uns aber bewusst für eine zweite Firma bzw. das Label „modiCAS“ entschieden.

Frage: Was war der größte Meilenstein bislang in der Geschichte von modiCAS? Was könnte der Nächste sein?

Karl Kapp: Als wir 2012 unser erstes Produkt auf dem Orthopädenkongress präsentiert haben, war das sicherlich ein großer Schritt. Ich gebe aber zu, unsere Erwartungen an den Markt damals hatten sich zunächst nicht erfüllt. Der letzte große Meilenstein im vergangenen Jahr war die Zertifizierung unserer 3-D-Software durch die benannte Stelle.

Frage: Und was könnte der nächste Meilenstein sein?

Karl Kapp: Wir arbeiten gerade an der nächsten Version von modiCAS||3D. Hier geht es vor allem um das Thema „Usability“ und „Workflow“. Bei einem so komplexen Thema wie der Planung von Hüftgelenkersatz in 3D kommt es vor allem darauf an, dem Anwender einen leichten Zugang zur Software anzubieten und durch einen einfachen Workflow seine Arbeit optimal zu unterstützen. Hier haben wir manche Lücken geschlossen. Nun erwarte ich eine Version, die trotz komplexer Funktionalität mit einer steilen Lernkurve nutzbar ist und somit am Markt gut akzeptiert wird.

Frage: Wenn Sie einen Blick in die Glaskugel werfen: Wo steht modiCAS in einem Jahr?

Karl Kapp: Ich möchte, dass wir den Kunden in einem Jahr auf jeden Fall eine konkurrenzfähige, an einigen Stellen sogar überlegene, Software anbieten können. Wir wollen zeitgleich unser Marketing verbessern, unsere Vertriebskanäle erweitern und Partnerschaften intensivieren. Deswegen erwarte ich in den nächsten Jahren auch bei den Verkaufszahlen eine Steigerung.

Frage: Und wie sieht es aus in 2 Jahren und in 5 Jahren?

Karl Kapp: Unser vorrangiges Ziel ist ganz klar, dass wir unser Produktportfolio ausbauen. Zudem möchte ich, dass wir international tätig werden. Ich bin sicher, dass wir diese Ziele langfristig auch erreichen.

Frage: Mit dem modiCAS-Weblog möchten Sie ab sofort neue Wege der Außenkommunikation gehen! Was versprechen Sie sich von dem Weblog persönlich?

“Nur über Messenger austauschen – das halte ich für den falschen Weg“!

Karl Kapp: Es ist ein zusätzlicher Kanal, um Feedback von außen zu unseren Produkten und Dienstleistungen zu erhalten. Wir bewegen uns ja nicht in einem luftleeren Raum, sondern sind aufgeschlossen für Meinungen unserer Kunden und der Öffentlichkeit.

Frage: Was möchten Sie in Ihrer Funktion als Geschäftsführer in diesem Jahr erreichen?

Karl Kapp: Ich möchte, dass sich modiCAS unter dem Dach von 4 Plus zu einem gleichwertigen Standbein entwickelt. Das modiCAS-Team identifiziert sich bereits sehr stark mit unseren Produkten, modiCAS ist unser „Baby“. 4 Plus kann stolz sein auf die Fähigkeit, eigene Produkte zu entwickeln.

Frage: Wie kommunizieren Sie selbst am liebsten im Job? Mail? Brief? Telefon? WhatsApp?

Karl Kapp: Ich bevorzuge den direkten Weg. Meine Tür steht immer und für alle Belange offen. Wir haben aber auch einen internen Messenger, den die Projektteams zum Austausch nutzen.

Frage: Das heißt: Sie können sehr wohl auf den Einsatz moderner Geräte und moderner Medien verzichten?

Karl Kapp: Ich höre immer wieder auch von anderen Firmen, deren Mitarbeiter sich nur über Messenger-Dienste austauschen, weil man damit angeblich keine Zeit verschwendet. Das möchte ich nicht, denn das halte ich für den falschen Weg!

Ich erinnere mich an meinen früheren Arbeitsplatz. Da gab es einen Aufzug, bei dem sich die Raucher immer getroffen haben. Da erhielt man die besten Informationen. Das Witzige: Ich habe selber nicht geraucht – und war trotzdem dabei! (lacht)

Frage: ….wenn Sie an modiCAS denken, dann…

Karl Kapp: …. ist modiCAS eine hoch spannende und fesselnde Sache. Es hat mich von Anfang an gepackt und mein Team und ich sind noch immer mit Leidenschaft dabei!

 

Vielen Dank Herr Kapp.

Hinweis: Teil 2 des Interviews folgt in Kürze!

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