Das kleine ABC der Hüft- und Knieendoprothetik

Der im medizinischen Bereich verbreitete Fachjargon schreckt viele fachfremde Leser und natürlich auch Patienten eher ab. Wir von modiCAS möchten ein wenig Licht „in das Dunkel der Fachausdrücke“ bringen, damit Sie sich ein wenig besser auskennen. Was liegt näher, als wenn wir im Alphabet oben anfangen und Ihnen einige ausgewählte Fachausdrücke erklären – von A bis Z. Auf einfache Weise – so weit wie uns das möglich ist!

Unter dem Begriff „Abduktion“ versteht man wörtlich übersetzt das „Wegführen“, unter einer „Adduktion“ das Heranführen. Am Beispiel der Hüfte bedeutet dies, wie weit kann ein Mensch sein Bein von der Körpermitte weg strecken und wieder heranführen. Ein Spagat ist da schon sehr extrem. Daneben gibt es noch die „Flexion“ und „Extension“, zum Beispiel das Beugen und Strecken des Knies. Diese Wörter kommen aus der lateinischen Sprache und werden im medizinischen Zusammenhang häufig in Verbindung mit „Bewegungsausmaß“ verwendet.

Der Begriff „Acetabulum“ steht für die Beckenpfanne eines Menschen. Darunter versteht man jenen knöchernen Anteil des Hüftgelenks, der durch folgende drei Knochen gebildet wird: Darmbein („Os ilium“), Sitzbein („Os ischii“) und Schambein („Os pubis“).

Bestandteil eines jeden Arzt-Patientengesprächs ist die Anamnese, die Feststellung von Krankheitsursachen und der medizinischen Vorgeschichte des zu Behandelnden.

In Verbindung mit Femur (Oberschenkelknochen) und Schaftimplantat spricht man häufig vom „Antetorsionswinkel“. Damit ist gemeint, dass der Schenkelhals in Bezug auf die Kondylenachse (Gelenkoberfläche) im Kniegelenk verdreht ist. Ist der Torsionswinkel größer als 14 Grad, ist das Bein einwärts gedreht. Ist der Winkel kleiner, ist das Bein nach außen gedreht. Umgangssprachlich hat man dann X- oder O-Beine.

Ein zweiter wichtiger Winkel ist die „Anteversion“, der neben der „Inklination“ Aussage über die Neigung des Acetabulums oder des Pfannenimplantats in Bezug auf die sagittale Körperachse gibt. In der Regel hat die Pfanne 15 Grad Anteversion und 45 Grad Inklination.

Die Sagittale Körperachse ist die Parallele zu der Linie, die genau in der Mitte zwischen beiden Beckenschaufeln verläuft.

Beide Winkel, Antetorsion und Anteversion, sind für die präoperative Planung und die Wiederherstellung der natürlichen Patientenanatomie sehr wichtig. Bedeutsam ist hier auch die 3D-Planung, da man diese Winkel nur in der dreidimensionalen Ansicht messen und beurteilen kann.

Arthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen und der Hauptgrund für Gelenkersatz-Operationen. Arthrose bedeutet Gelenkverschleiß, also eine Abnutzung/ Zerstörung der Knorpelschicht eines Gelenks und dadurch folgender Knochenveränderungen. Man unterscheidet zwischen Coxarthrose (Hüftgelenk) und Gonarthrose (Kniegelenk).

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