Hüftschmerz

Sind Behandlungsfehler in der Endoprothetik vermeidbar?

Aus aktuellem Anlass möchten wir in unserem heutigen Blogbeitrag die erst vor kurzem veröffentlichte Behandlungsfehlerstatistik der Bundesärztekammer diskutieren. Die Endoprothetik steht an Platz eins!
Zahl der Behandlungsfehler geht zurück

Positiv herauszustellen ist, dass die Zahl der Behandlungsfehler stetig sinkt, zwischen 2015 und 2016 um 2,2% und 2017 um weitere 4%. Die häufigsten Vorwürfe von Patienten kommen dabei aus der operativen Therapie (Durchführung), dieser Bereich beläuft sich auf gut ein Drittel der Gesamtzahl der Vorwürfe. Gefolgt von der Diagnostik mit bildgebenden Verfahren, welche 12% der zehn häufigsten Patientenvorwürfe ausmachen. Interessant ist auch, dass die weit verbreitete Angst vor postoperativen Infektionen etwas relativiert werden kann, da diese Komplikation erst an 10. Stelle mit gerade mal 3% steht.

Hüft- und Kniegelenkersatz auf Platz 1

Betrachten wir nun die Statistik genauer, fällt auf, dass unter den zehn häufigsten Einzeldiagnosen, die zu einem Antrag auf Behandlungsfehler führten, die Arthrose des Hüft- und Kniegelenks (Cox- / Gonarthrose) auf Platz eins und zwei mit jeweils gleicher Fallzahl zu finden sind. Nimmt man diese beiden Arthrosearten zusammen, stellen sie immerhin ein Drittel der zehn häufigsten Einzeldiagnosen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es bei der operativen Behandlung von Cox- und Gonarthrose zu den häufigsten Fehlern kommt. Da stellt sich natürlich die Frage, mit welchen Mitteln man diese Zahlen noch weiter senken kann.

Präoperativ und dreidimensional planen um Fehler zu vermeiden

Wir sind davon überzeugt, mit unserer präoperativen 3D-Planung für die Endoprothetik dazu beitragen zu können. Zum Beispiel mit dem Einsatz moderner bildgebender Verfahren, dem CT. Im Vergleich zu einer Röntgen-Beckenübersichtsaufnahme ist dieses wesentlich genauer und hat dazu einen weiteren entscheidenden Vorteil: Knochen können dreidimensional dargestellt und ihre Struktur bewertet werden. Anhand dieser Aufnahmen kann das künstliche Gelenk präzise präoperativ geplant werden und die natürlichen anatomischen Parameter sehr genau wiederhergestellt werden. Dies ist unser Hauptanteil zur Senkung der Komplikationszahlen. Während der OP gibt es keine Überraschungen mehr, der Chirurg hat sich im Vorfeld anhand der Planung mit dem Knochenmodell seines Patienten intensiv auseinandergesetzt. Er weiß daher, wie stabil die Knochen an den kritischen Stellen sind, kennt Position und Ausrichtung der einzusetzenden Implantate und deren Verankerung.

Die größte Herausforderung bleibt natürlich beim medizischen Spezialisten, dem Chirurgen, die präzisen Planungsergebnisse im OP entsprechend umzusetzen. Unser strukturierter Planungsreport bietet dabei jedoch eine ausgezeichnete Hilfestellung.

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