Erlanger Altstadt
Erlangen Altstadt mit Bergkirchweih-Riesenrad

Erlangen. Dynamisch, innovativ und l(i)ebenswert – Teil 2: Lebendiger Ort der Vielfalt, gestern und heute

Dass der Nährboden für ehrgeizige Ziele und positive Entwicklungen im östlichen Mittelfranken so fruchtbar ist, hat gute Gründe. So bilden die Ackerflächen zwischen den Ballungsgebieten, das sogenannte Knoblauchsland, beste Voraussetzungen für den Gemüseanbau – ideal, um eine wachsende Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Ausgedehnte Waldgebiete rundherum erbrachten das benötigte Bau- und Brennholz für die Industrialisierung. Wesentlich für die wachsende Bedeutung Nürnbergs als Kaufmannsstadt war die Lage an wichtigen Handelswegen des Mittelalters, wovon auch Erlangen profitierte.

Die Stadtgeschichte erzählt allerdings auch von einschneidenden Ereignissen, die einem stetigen Gedeihen im Wege standen, die die Stadt gar in ihrer Existenz bedrohten. Nach dem Hussiteneinfall und den Markgräflerkriegen im 15. und 16. Jahrhundert wurde das protestantisch gewordene Erlangen im Dreißigjährigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen, bevor die Altstadt zu Anfang des 18. Jahrhunderts komplett niederbrannte. Was heute an historischer Bausubstanz im alten Kern erhalten ist, stammt demnach aus der Zeit danach.

Da der damalige Markgraf bereits in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts südlich der Altstadt eine „Neustadt“ nach seinen Plänen errichten ließ, besitzt Erlangen das Kuriosum, dass die Häuser der Neustadt älter sind als die der angrenzenden Altstadt. So bilden die rechtwinklig angelegten Straßen und Plätze der Neustadt auch heute sichtbar als Einkaufsmeile mit Seitenstraßen das belebte Zentrum Erlangens.

Die Stadt darf sich selbstbewusst als weltoffen bezeichnen. Wesentlich dazu beigetragen hatte das Angebot des Markgrafen Christian Ernst, der nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges allen Menschen, gleich welcher Religion sie angehörten, einlud, sich hier anzusiedeln und die gebeutelte Stadt wieder aufzubauen. Etwa 1.500 aus Frankreich geflohene Hussiten siedelten sich in der Folge hier an und prägten mit Lebensart und Handwerk Erlangen mit.

Skyline Erlangen

Auch heute finden hier alternative Lebensentwürfe und neue Ideen eine Heimat. Im Jahr 2009 wurde Erlangen von einer bundesweiten Initiative als Ort der Vielfalt ausgezeichnet, der aktiv für Vielfalt, Toleranz und Demokratie eintritt. Zudem will sich die Stadt als Bundeshauptstadt für Natur- und Umweltschutz etablieren. Seit langem dominieren Radfahrer den Straßenverkehr. Zahlreiche Städtepartnerschaften fördern den Austausch mit anderen Ländern und Kulturen. Neubürger finden garantiert schnell Anschluss, sofern sie dies möchten.

Nicht nur wir sind der Überzeugung und schätzen es, dass Erlangen eine sehr lebenswerte Stadt ist. Sowohl innerhalb der Metropolregion als auch in alle Himmelsrichtungen ist Erlangen bestens vernetzt. Straße, Bahn, Schiene und Luftverkehr verbinden die Region und damit die Stadt Erlangen bequem und zeitsparend mit anderen Metropolen und ebenso mit den direkten Nachbarorten. Über den Main-Donau-Kanal ist Erlangen sogar an das europäische Schiffsverkehrssystem angebunden. Innerstädtisch stehen großflächige Park-and-Ride-Parkplätze zur Verfügung, von denen aus Besucher den Stadtkern in wenigen Minuten zu Fuß erreichen können. Damit ist ein zeitraubender Parkplatzsuchverkehr unnötig.

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